Arbeiten im Untergrund: Die Archäologen sind da

Man sieht es an der frisch aufgestellten Bautafel – und auch von oben: Jetzt passiert etwas am Lauenareal. Noch vor dem offiziellen Spatenstich am 7. Oktober aber nimmt das Landesamt für Archäologie seine Arbeit auf: Ein Team von fünf bis sechs Archäologinnen und Archäologen führen im Vorfeld der eigentlichen Bauarbeiten einige Wochen lang Grabungen durch.

Foto von oben in eine Baugrube, neben der ein Bagger steht

Aufnahme der Baukamera von Ende September 2026: Die Grabungen legen bereits historisches Mauerwerk frei.
Foto: Stiftung für das sorbische Volk

Warum genau?

Weil das Sächsische Denkmalschutzgesetz vorschreibt, dass immer da, wo – zum Beispiel durch Unterkellerung – in den Boden eingegriffen wird, der Bereich auf historische Bodenfunde geprüft werden muss. Diese wären sonst unwiederbringlich beschädigt oder verloren: Vor den Bauarbeiten ist die letzte Gelegenheit, sie zu bergen und aus ihnen Erkenntnisse über die Geschichte der Gegend zu gewinnen.

Was erwarten die Archäologen zu finden?

Durch Dokumente aus der Stadtgeschichte wissen wir, dass das Areal in der frühen Neuzeit und – so bestätigen es Probeschürfungen in anderthalb Metern Tiefe – wohl auch im Mittelalter schon bebaut bzw. durch Menschen genutzt wurde. Aus dieser Zeit sind daher mit einiger Sicherheit Funde zu erwarten. Darüber hinaus könnten aber auch Zeugnisse slawischer Besiedlung oder noch ältere Spuren menschlicher Anwesenheit auftauchen: Man darf gespannt sein!