Vom ersten Konzept bis heute – Die wichtigsten Schritte
Dieser Zeitstrahl zeigt die wichtigsten Entwicklungsphasen des Sorbischen Wissensforums – von den ersten Überlegungen bis zu den aktuellen Baufortschritten. Schritt für Schritt wird sichtbar, wie das Projekt Form annimmt und welche Entscheidungen den Weg geprägt haben.
Erster Spatenstich
Mit dem symbolischen Ersten Spatenstich beginnen offiziell die Bauarbeiten auf dem Lauenareal. Mit dabei sind auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch.
Archäologische Grabungen starten
Das Landesamt für Archäologie startet mit Grabungen auf dem Lauenareal, da bei Probegrabungen Reste einer frühmittelalterlichen Siedlung gefunden wurden. Die Arbeiten werden etwa drei Monate dauern.
Bautafel wird aufgestellt
Am Lauengraben wird die Bautafel mit allen wichtigen Informationen zum Bauvorhaben aufgestellt – für die Öffentlichkeit ein sichtbares Zeichen, dass das Vorhaben genehmigt wurde und die Arbeiten vor Ort losgehen können.
Baugenehmigung für 1. Bauabschnitt erteilt
Die Baugenehmigung für den 1. Bauabschnitt – die Sanierung des Hillerschen Ensembles – wurde erteilt. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich im Frühjahr 2027 mit der Entkernung des Gebäudes.
Abschluss Umplanungen
Die Umplanungen mit dem Ziel der Senkung der Gesamtkosten auf 50,0 Mio. Euro (einschl. Risikovorsorge) sind abgeschlossen (Leistungsphase 3). Dafür müssen das Raumprogramm verdichtet, die Ausführungsqualität gesenkt, die Technik reduziert sowie der Baukörper verkleinert und vereinfacht werden, was u. a. eine grundlegende Überarbeitung der Ausstellungskonzeption notwendig macht.
Einreichung des Bauantrags für ersten Bauabschnitt
Die Stiftung reicht bei der Stadt Bautzen den Bauantrag für den Bauabschnitt 1 (denkmalschutzgerechte Sanierung des „Hillerschen Ensembles“) ein.
Wissenschaftlicher Fachbeirat konstituiert
Der wissenschaftliche Fachbeirat des Sorbischen Museums tagt zum ersten Mal. Als Kontrollgremium, welches international besetzt ist, begleitet dieser ab sofort beratend den Prozess der Museumsneukonzeption.
Erhöhung des Projektbudgets
Dem Antrag der Stiftung, das in Aussicht gestellte Projektbudget zu erhöhen, wird nach langen Verhandlungen entsprochen. Als neue Kostenobergrenze werden 50,0 Mio. Euro vereinbart. Trotz der Erhöhung wird eine umfangreiche Konsolidierung des Vorhabens notwendig. Innerhalb dieses Budgets soll zudem eine Risikovorsorge für steigende Kosten gewährleistet werden.
Abschluss der Vorplanungen
Die Vorplanung für das Bauvorhaben (Leistungsphase 2) wird abgeschlossen – die Kostenschätzung beläuft sich, vor allem durch stark gestiegene Baukosten und das erweiterte Baufeld („Hillersches Ensemble“), nunmehr auf 63,8 Mio. Euro. Das macht deutliche Einsparungen erforderlich.
Informationsveranstaltung zum Museumskonzept
Auf einer Bürgerinformationsveranstaltung stellt das Sorbische Museum zusammen mit den Ausstellungplanern das Grobkonzept für die neuen Ausstellungs- und Besucherbereiche am Lauenareal vor.
Beauftragung der Architekten und Planer
Die Architekten von bogevischs Büro (Objektplaner) erhalten den Auftrag für die Leistungsphasen 1 und 2. Als Fachplaner werden die Büros Jäger Ingenieure Radebeul (Tragwerksplanung und Statik), Günther Ingenieure Dresden (Heizung, Lüftung, Sanitär) sowie Teamplan Ingenieure Dresden (Elektrik, Fahrstühle) beauftragt.
Museumskonzeption
Für die Dauerausstellung in den neuen Räumlichkeiten des Sorbischen Museums soll eine Konzeption entwickelt werden. Dafür werden die erfahrenen Ausstellungsplaner Dr. Ulrich Hermanns Ausstellung Medien Transfer GmbH aus Münster beauftragt. Ein erster Austausch zwischen den Planern und dem Sorbischen Museum findet statt.
Erwerb weiterer Grundstücke
Nach Beschluss des Stiftungsrates erwirbt die Stiftung für das sorbische Volk die Grundstücke Lauengraben 6 und 8 sowie die Äußere Lauenstraße 7 und 9 („Hillersches Ensemble“) von der Bautzener Wohnungsbaugesellschaft.
Präsentation des Siegerentwurfs
Auf einer öffentlichen Veranstaltung wird der Siegerentwurf präsentiert und das dazugehörige Architekturbüro geehrt: bogevischs buero aus München wird mit der Projektplanung beauftragt.
Preisgericht kürt Siegerentwurf
Das Preisgericht des Realisierungswettbewerbs, zu welchem neben vier Architekten auch Vertreter der Stiftung für das sorbische Volk, des Sorbischen Instituts und des Sorbischen Museums gehören, bewertet und diskutiert alle eingereichten Entwürfe und bestimmt einen Siegerentwurf.
Vorstellung Projektfortschritt
In einer öffentlichen Veranstaltung im Haus der Sorben stellen die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, die Beigeordnete des Landkreises Bautzen, der Oberbürgermeister der Stadt Bautzen sowie die Stiftung für das sorbische Volk und die am Projekt beteiligten Institutionen gemeinsam den aktuellen Stand zum Bauprojekt „Sorbisches Wissensforum am Lauenareal“ vor.
Beauftragung Projektsteuerer
Die Stiftung für das sorbische Volk beauftragt die WEP-Gruppe mit der Projektsteuerung, um den Bauherrn (Stiftung) zu unterstützen und alle beteiligten Akteure zu koordinieren.
Baubeirat nimmt Arbeit auf
Als fachliches Beratungsgremium nimmt der Baubeirat seine Arbeit auf. Seine Aufgaben sind die Beratung der Bauherrin in allen Phasen des Vorhabens sowie die Prüfung von entspr. Unterlagen und Beschlussvorschlägen für die Sitzungen des Stiftungsrates.
Ausschreibung Architekturwettbewerb
Als Projektträgerin und Bauherrin schreibt die Stiftung für das sorbische Volk einen Architekturwettbewerb europaweit aus. Es bewerben sich 113 Büros, von denen letztlich 20 für den Realisierungswettbewerb ausgelost werden.
Raumprogramm
In mehreren gemeinsamen Workshops des Sorbischen Museums und des Sorbischen Instituts wird das Raumprogramm erarbeitet. Unter Berücksichtigung des Städtebaukonzepts und der Vorgaben des Denkmalschutzes wird infolgedessen das Baufeld um das „Hillersche Ensemble“ erweitert.
Erwerb der „Alten Posthalterei“
Die Stiftung für das sorbische Volk erwirbt für das Bauvorhaben von der Stadt Bautzen das Grundstück der „Alten Posthalterei“ auf der Goschwitzstraße sowie die freie Fläche daneben.
Anerkennung als Landesmaßnahme
Das Projekt Sorbisches Wissensforum am Lauenareal erhält die offizielle Anerkennung als Landesmaßnahme im Strukturwandel. Die Förderung beläuft sich auf 44,5 Mio Euro. Damit kann die konkrete Planung starten.
Letter of Intent
Mit einem „Letter of Intent“ vereinbaren die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, der Sächsische Staatsminister für Wissenschaft, der Landrat des Landkreises Bautzen und der Direktor der Stiftung für das sorbische Volk beim Projekt Wissensforum eine enge Zusammenarbeit – und die Einreichung des Vorhabens zur Förderung als Landesmaßnahme im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes.
Einbeziehung des Sorbischen Museums
Das Sorbische Museum zeigt großes Interesse an einem Umzug auf das Lauenareal und wird in das Projekt aufgenommen. Es könnte hier einen neuen Ort für zeitgemäße Ausstellungen, bedarfsgerechte Räume und Magazine (z.B. für ein Trachtendepot) sowie eine bessere Anbindung und Sichtbarkeit in der Stadt finden. Die Stadt Bautzen signalisiert Unterstützung – das Projekt verspricht die Aufwertung einer langjährig ungenutzten Fläche.
Zweite Machbarkeitsstudie
Das Lauenareal rückt in den Fokus: Die Prüfung identifiziert das Gelände als vielversprechende Option für einen Neubau. Zusammen mit der Sanierung der Alten Posthalterei würde der Platzbedarf des Sorbischen Instituts mit Kulturarchiv und Bibliothek gedeckt.
Erste Machbarkeitsstudie
Eine erste Machbarkeitsstudie prüft einen Umbau des Institutsgebäudes unter Einbeziehung des Nachbargebäudes an der Bahnhofstraße – das Vorhaben muss aus Platz- und Denkmalschutzgründen verworfen werden.
Anmeldung Raumbedarf
Das Sorbische Institut meldet bei der Stiftung für das sorbische Volk Ausbaubedarf für die Räumlichkeiten des Sorbischen Kulturarchivs an.
2020; 13.11.2023; 24.0642024: Sorbisches Museum Bautzen
06.11.2025: Wikipedia, Harald321
01.06.2023, 03/2026: bogevischs buero
alle anderen: Stiftung für das sorbische Volk
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